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PORTRAIT

In Äthiopien wurde Girmay H. Hiwet 1948 in einem Haus von Akademikern geboren. Nach dem Abschluss der High School studierte er fünf Jahre an der Academy of Fine Arts in Addis Ababa. Seit über einem Vierteljahrhundert aber lebt Hiwet in Zollikon/ZH, Schweiz.

Längst ist Hiwet Mitglied der GMSBA. Studienreisen führten ihn u.a. in die USA, immer wieder ist Hiwet unterwegs, um Einzel- und Gruppenausstellungen vorzubereiten, sei es in Zürich, Baden oder Zollikon, sei es in den Grossstädten der Welt, in New York, London oder Paris. Jedes Jahr kehrt Hiwet für mehrere Wochen nach Äthiopien zurück.

Dennoch versteht sich Hiwet nicht als äthiopischer oder afrikanischer Künstler. Wenn man ihn auf die Leuchtkraft und die Kombinationen seiner Farben anspricht und diese äthiopisch oder wenigstens nicht mitteleuropäisch nennt, widerspricht er sofort, und mit Grund. Er zeigt aus seiner Sammlung Bilder anderer äthiopischer Künstler, Bilder, die sich gerade in der Farbgebung allesamt unterscheiden, sowohl voneinander wie auch von den seinen.

 

Addis Abeba Ethiopia 1948 Zürich Switzerland 1973
 
Das erste, was uns an Hiwets Bildern auffällt, ist der unglaubliche Reichtum der Farben. Es sind Farben, die uns in die Glieder fahren, uns in Bewegung versetzen und davontragen, so dass wir in ferne Welten zu fliegen meinen. Ein Zauber geht von ihnen aus, und doch ist bei ihrer Entstehung alles mit rechten Dingen zugegangen. Hiwet versteht sich auf das Handwerk des Bildermalens, was heute nicht mehr ganz alle Künstler von sich sagen. Er ist Maler, er ist der Künstler, der jede Zone, auch die kleinste, seiner Bilder bewusst gestaltet und nichts dem Zufall überlässt. Die zeugende Kraft für seine Bilder findet er in sich selbst. Hiwet öffnet weit sein inneres Auge und lässt eine Vision so lange wachsen, bis sie ausgereift ist und sich in einem Werk verwirklichen lässt.

Das Entscheidende, das Künstlerische bei Hiwet ist nicht die Technik des Hervorbringens, in die manche Künstler so viel hineingeheimnissen, es ist vielmehr die innere Vorstellung, die er mit den Mitteln der Malerei verwirklicht. Hiwet will uns als Maler etwas mitteilen. Anders als viele zeitgenössische Künstler, die ihre Werke ohne Titel belassen oder geradezu "ohne Titel" nennen, gibt er jedem seiner Bilder einen – englischen und deutschen – Titel: Ewiger Kreis, Girl from the North Country, Ostern 33 a.d., Ethio-Jazz, Banner der Geister, Fische vom Lac Léman, Technoparty-Zürifest, Roots u.s.w. Diese Titel dürfen uns aber nicht dazu verführen, in den Bildern eine programmatische Aussage zu suchen. Was viele Künstler für sich reklamieren, dass sie nämlich einen unabhängigen Standpunkt einnehmen, das trifft auf Hiwet tatsächlich zu. Er ist kein ausschliesslich äthiopischer und schon gar nicht ein afrikanischer Künstler, aber ebenso wenig ist er ein angepasster, übereifriger Anhänger einer Kunstrichtung der modernen westlichen Welt. Er beruft sich nicht auf einen archaischen Fundus, und er gehorcht keinem -Ismus dieses Jahrhunderts. Als Privatperson fühlt er sich wohl als ein Äthiopier, der sich in der Schweiz akklimatisiert hat, als Künstler aber arbeitet er in grösseren, übernationalen Zusammenhängen.
 

 Meine Eltern Weheba & Hiwet Hidaru "My Family" EZNA & CHRIS HIWET
 
Es ist das Menschliche, es ist das Innere des Menschen vor allem, dem er zu immer neuen Ausformungen verhilft. Da sie aus den Visionen seines inneren Auges geboren sind, bestehen Hiwets Bilder aus einem besonderen Stoff: Das erste, was uns an ihnen auffällt, ist – wie schon erwähnt – die Pracht der Farben und Formen. Wenn wir sie eine Weile auf uns haben wirken lassen, erkennen wir, dass sie uns etwas Vertrautes und Wirkliches, wenn auch oft Verlorengeglaubtes nahebringt. Diese Pracht berührt in uns die Organe des Erlebens, versetzt sie in Bewegung und bringt sie zum Klingen. Hiwets Bilder muten uns an wie eine grosse Symphonie aus Farben und Formen, wie die Musik eines grossen Orchesters, dessen Instrumentalgruppen bald eng beieinander, bald in verschiedenen Tiefen spielen. Uns ist, als ob wir uns in einem Raum bewegten. Aber welchen Raum füllt diese gemalte Musik? Ist es das reale Weltall, ist es unsere träumende Seele? Die Pracht auf Hiwets Bildern ist unzerstörbar und doch fast ungreifbar, sie leuchtet und reicht in alle Tiefen, ihre Teile bewegen sich, binden sich, trennen sich, tauchen auf und verschwinden, sie bestehen – wir merken es nun – aus jenem leichten, doch unzerreissbaren Stoff, aus dem unsere Träume gemacht sind.

Trotz dieser Fülle sind wir in Hiwets Bildern nicht verloren. Alle die vielen verschiedenen Einzelteile sind zusammengewachsen wie die Glieder eines atmenden Organismus: Die Linien, Punktreihen und Farbzonen, die gegenständlichen und die ungegenständlichen Formen, die verdämmernden und die scharf ins Auge fallenden Partien – alle setzt Hiwet in bedächtiger Arbeit mit feinem Gespür auf den Bildträger, indem er auf Entsprechungen und Gegensätze, auf Wiederholungen und Wechsel achtet. Das vollendete Bild aber verrät nicht die Zeit und nicht die Mühe, die an es verwendet wurden, am Schluss sieht es aus, wie wenn ein Dirigent den verschiedenen Instrumentalgruppen eines Orchesters mit leichter Hand die Einsätze gibt.
Schauen Sie sich die Bilder näher an, lassen Sie sich von der Musik der Farben und Formen inspirieren, von seinem Künstlertum und seinem Engagement für den Menschen.

Dr. phil. I Antonino Orlando, Art Consultant
Zürich 1999
TV TM3, Forumclaque Gallery Baden 1996, Swiss
& Leondardo Sky – TV Florence,Italy 2003
My Father Hiwet Hidaru (Swiss-Zürichland Exp. 1987) & mit 
Skunder Boghossin – 1989 USA
Ato Abera – Ethiopian TV 2002 &
Meskerem Assegued for " Entreprenun " 19.3.2002
Paris Notre-Dame 1998 & NEW YORK 1993
 
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